Kaltenkirchen (rj) Er ist 45, hört Tschaikowsky wie Rammstein, hat ursprünglich Betriebswirtschaft studiert und lange in dem Bereich gearbeitet, sich aber immer mehr mit philosophischen und literarischen Themen beschäftigt. Andreas Greifenberger hat viel nachgedacht über sein bisher turbulentes Leben. Ergebnis ist sein jetzt veröffentlichtes Buch „Versuche, die Wirklichkeit einzufangen“.
„Versuche ist ja sowohl die Mehrzahl von Versuch wie auch der Imperativ zu dem Verb versuchen, und diese Doppeldeutigkeit ist von mir beabsichtigt.“ Greifenberger glaubt, man hat nur dann eine Chance zur Erkenntnis der Wirklichkeit zu kommen, wenn man diese in ihrer Totalität in den Blick nimmt „und genau dies unternimmt mein Buch“. Worin besteht der Sinn des menschlichen Lebens? Ist Glück das letzte und wirkliche Lebensziel? Mit seiner sehr persönlichen Sammlung von Sprüchen und Gedankensplittern gewährt der Kaltenkirchener dem Leser Einblick in sein philosophisches Denken. Dabei geht es insbesondere im ersten Teil des kleinen Breviers neben den großen Lebensfragen auch um das rechte Verhalten im Lebensalltag, um menschliche Tugenden wie Gerechtigkeit, Großzügigkeit, Güte und Laster wie Neid, Habgier, Hochmut und Geiz. Im zweiten Teil hält der Autor vor allem unserer heutigen Gesellschaft den Spiegel vor und präsentiert seine Gedanken zu Politik und Wirtschaft, westlicher Demokratie bis hin zu den Chancen und Gefahren von Globalisierung und Hightech. Der interessierte Leser wird das Büchlein, erschienen im Verlag Books on Demand (ISBN 978-3- 8448-5221-9, 180 Seiten, 14,95 Euro) deshalb immer wieder mit Gewinn in die Hand nehmen.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Kaltenkirchen?
Die Kirche.
Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort ändern?
Das Umfeld des Bahnhofs verbessern sowie die Finanzen der Stadt nach überflüssigen Ausgaben durchforsten.
Woran arbeiten Sie gerade?
An meinen Kenntnissen im Fach Mathematik.
Wo sieht man Sie im Februar?
Zu Hause am Schreibtisch.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Den Papst.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Nachhilfestunden.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Das weiß ich nicht mehr genau, aber ich tippe auf Bücher.
Was würden Sie gerne können?
Klavier spielen.
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit und Selbstzufriedenheit.
Worüber haben Sie zuletzt gelacht?
Über meine eigenen Fehler.
Bei wem möchten Sie mal Mäuschen spielen?
Bei den Kabinettsberatungen der Bundesregierung zur Euro-Krise.
Was machen Sie nur heimlich?
Kontaktanzeigen lesen.
Wer hat bei Ihnen zu Hause den Hut auf?
Ich lebe allein.
Was kommt bei Ihnen auf den Tisch?
Ich esse mehr oder weniger alles, versuche aber, mich ausgewogen zu ernähren.
Wofür möchten Sie endlich mal genug Zeit haben?
Meine Kenntnisse in diversen asiatischen Sprachen auszubauen.
Wen oder was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Möglichst viele gute Bücher.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese ständig eine Vielzahl von Büchern in verschiedenen Sprachen. Herausheben möchte ich aber den Simplicissimus von Grimmelshausen.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Außer der Tagesschau und Fußball gucke ich fast nie Fernsehen.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Träume sollte man immer haben, denn sie sind der Antrieb für ein erfülltes Leben. Ich würde aber gerne einmal nach Indien reisen.
Haben Sie einen Vogel?
Den hat in gewisser Weise jeder, aber ich hoffe, dass meiner mich nicht vom klaren Denken abhält.