Norderstedt (ots) - Vergangenen Donnerstag (28.05.2026) fanden in verschiedenen Bereichen Norderstedts Kontrollen zur Kriminalitätsbekämpfung und Überprüfung der Waffenverbote im ÖPNV statt. Insgesamt unterzogen die uniformierten und zivilen Kräfte 30 Personen einer Kontrolle. Dabei fanden die Beamtinnen und Beamten bei einer Person nicht geringe Mengen an Betäubungsmitteln. Außerdem kam es zu zwei Festnahmen.

Gegen 13:48 Uhr kontrollierten die Polizisten an der U-Bahn Station Garstedt einen 29-jährigen Iraker mit Wohnsitz in Norderstedt. Bei ihm fanden die Beamten nicht geringe Mengen an Kokain und Cannabis, sowie Bargeld in einer in der Drogenszene typischen Stückelung. Es bestand der Verdacht des Handeltreibens, weshalb der 29-Jährige der Durchsuchung seiner Wohnung zustimmte. Hierbei konnten unter Einsatz eines Rauschgiftspürhundes der Polizeidirektion Bad Segeberg weitere 50 Gramm Kokain gefunden und beschlagnahmt werden. Nach Sachvortrag bei der Staatsanwaltschaft Kiel entschied diese, den Mann wegen fehlender Haftgründe aus dem polizeilichen Gewahrsam zu entlassen.

Um 20:00 Uhr fiel einer zivilen Kontrolleinheit des Einsatzes ein PKW mit französischen Kennzeichen auf. Der Wagen war auf einem Parkstreifen für Einsatzfahrzeuge hinter dem Polizeirevier Norderstedt geparkt. Während polizeilicher Maßnahmen in Bezug auf den Halter zum Fahrzeug erschienen zwei 30- und 37-jährige Männer an dem Wagen. Hierbei handelt es sich um zwei Georgier ohne Wohnsitz in Deutschland. Die Polizisten kontrollierten die Männer und das Fahrzeug. Dabei fanden sie neben Arzneimitteln auch diverse Drogerieartikel im Fahrzeuginneren im Gesamtwert von rund 8.000 Euro.

Es stellte sich heraus, dass zumindest der überwiegende Teil der Waren aus kurz zuvor begangenen Diebstählen aus zwei Drogeriefilialen im nahegelegenen Einkaufszentrum und in der Rathausallee stammen. Die Artikel, sowie die Arzneimittel wurden sichergestellt. Gegen den 30-Jährigen bestand ein Haftbefehl, weshalb die Beamten den Mann festnahmen und im Anschluss einer JVA zuführten. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel kam auch der zweite Tatverdächtige in vorläufige Haft. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel auf Ausstellung eines Untersuchungshaftbefehls folgte das Amtsgericht Neumünster. In einem beschleunigten Verfahren soll am Donnerstag die Verhandlung stattfinden.

Zu weiteren nennenswerten Vorkommnissen kam es während der Kontrollen nicht. Waffen oder Messer stellten die Kontrollkräfte nicht fest. Die Kontrollen werden fortgesetzt.