BAD SEGEBERG. Am vergangenen Sonntag versammelten sich die Mitglieder der Segeberger Linken trotz Hitzerekorden in der Jugendakademie in Bad Segeberg, um ihre Direktkandidaten für die Landtagswahl 2027 aufzustellen.
Dominik Groß (31, Verkäufer im Einzelhandel aus Lentföhrden) ist amtierender Kreissprecher der Linken und soll im Segeberger Westen mit dem Thema „Gute Arbeit“ punkten. Dazu Dominik Groß, Direktkandidat im Wahlkreis 25: „Als Mitarbeiter im Einzelhandel weiß ich, wie hoch der Druck für viele Beschäftigte wirklich ist. Und trotzdem scheint die Regierung der Meinung zu sein, wir leisteten zu wenig. Statt harte Arbeit schlecht zu reden, sollten wir endlich gute Arbeit fördern: Wir brauchen endlich mehr Tarifbindung in Schleswig-Holstein!“
Im Segeberger Osten steht erneut Finn Luca Frey (25, Politikwissenschaftler aus Norderstedt) zur Wahl. Er war dort bereits Direktkandidat zur Landtagswahl 2022. Er soll sein letztes Ergebnis mit dem Schwerpunkt „Gute Mobilität“ ausbauen. Dazu Finn Luca Frey, Direktkandidat im Wahlkreis 26: „Die ersten 20 Jahre meines Lebens habe ich auf dem Land verbracht. Daher weiß ich, warum viele Menschen immer noch auf das eigene Auto angewiesen sind. In manchen Gemeinden mag der öffentliche Nahverkehr gut ausgebaut sein. Gute Mobilität für alle ist aber längst nicht die Regel. In jedem Dorf sollte mindestens einmal die Stunde ein Bus fahren!“
Für Norderstedt geht Mattes Fondermann (24, Gärtner aus Norderstedt) in das Rennen um das Direktmandat. Dort rechnen sich die Segeberger Linken die größten Chancen aus. Das Mandat soll der Kandidat mit einem Fokus auf bezahlbares Wohnen gewinnen. Dazu Mattes Fondermann, Direktkandidat im Wahlkreis 27: „Der Wohnungsmarkt hat insbesondere im Hamburger Umland versagt. So etwas wie bezahlbare Mieten gibt es so gut wie gar nicht mehr. Wir brauchen dringend öffentlichen Wohnungsbau und einen Mietendeckel. Wohnen ist ein Menschenrecht und nicht das Renditeobjekt großer Immobilienkonzerne!“
