Kreis Segeberg. In welche Richtung soll sich das Schlappenmoor bei Henstedt-Ulzburg künftig entwickeln? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Kreis Segeberg derzeit. Wichtig dabei: Konkrete Entscheidungen sind noch nicht getroffen. Aktuell gibt es erste fachliche Entwürfe und Ideen, die nun gemeinsam mit den Eigentümer*innen der Flurstücke sowie der Öffentlichkeit besprochen werden sollen. Das Schlappenmoor ist ein ehemaliges Hochmoor in der Oberalsterniederung. Viele Moorflächen wurden früher entwässert und zum Torfabbau genutzt. Heute ist bekannt, dass trockengelegte Moore große Mengen Kohlendioxid freisetzen und damit zum Klimawandel beitragen. In Schleswig-Holstein kommen rund 15 Prozent der klimaschädlichen Gase aus trockengelegten Mooren. Gleichzeitig gehen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren. Auch ein Moorbrand im Frühjahr dieses Jahres zeigte, wie anfällig trockene Moorböden sein können.
Der Kreis prüft deshalb, wie Flächen, die sich bereits in öffentlichem Eigentum befinden, wiedervernässt werden könnten. Für angrenzende Grundstücke sollen dadurch keine Nachteile entstehen.
Gerade weil noch keine endgültigen Planungen vorliegen, möchte der Kreis Segeberg die Öffentlichkeit möglichst früh einbinden. Ziel ist es, transparent über den aktuellen Stand zu informieren, Fragen zu beantworten und Anregungen aufzunehmen, bevor weitere Schritte geplant werden.
Eigentümer*innen von Flächen und alle Interessierten sind deshalb zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Dort werden Fördermöglichkeiten und die bisherigen Entwürfe vorgestellt sowie Möglichkeiten erläutert, wie sich Interessierte auf freiwilliger Basis an einer weiteren Entwicklung beteiligen können. Die Veranstaltung findet am Montag, 17. August, ab 18 Uhr im Bürgerhaus in Henstedt-Ulzburg (Beckersbergstraße 34) statt.
