Neumünster. Bäckerei-Azubis haben mehr in der Tasche: Wer in den Bäckereien in Neumünster eine Ausbildung macht, hat jetzt deutlich mehr im Portemonnaie. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die Ausbildungsvergütung werde ab März um 50 Euro pro Monat erhöht. Das gelte für angehende Bäcker genauso wie für die Azubis im Verkauf am Bäckereitresen. 

„Wer seine Ausbildung anfängt, geht mit 1.070 Euro im Monat nach Hause. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es 1.140 Euro. Und im dritten bekommt der Bäckerei-Nachwuchs sogar 1.280 Euro“, sagt Philipp Thom von der NGG Schleswig-Holstein Nord. 

Für die Bäckerei-Gewerkschaft ist die neue Ausbildungsvergütung ein „Lockruf der Bäckereien“ an junge Menschen, sich für das Lebensmittelhandwerk zu entscheiden: „Die Ausbildung in Bäckereien wird damit deutlich attraktiver – für die, die Brot und Brötchen backen, Kuchen und süße Teilchen machen. Und genauso für die, die in den Bäckereien in Neumünster an der Ladentheke beraten und für einen guten Umsatz sorgen“, so der Geschäftsführer der NGG Schleswig-Holstein Nord, Philipp Thom. Dafür habe sich die NGG am Tariftisch stark gemacht. 

Der Tarifvertrag sei allgemeinverbindlich – er gelte damit für alle Auszubildenden im Bäckerhandwerk in Neumünster. Insgesamt gibt es in den Bäckereien in Neumünster 13 Azubis – und damit 17 weniger als noch vor zehn Jahren, so die NGG Schleswig-Holstein Nord. Die Bäckerei-Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Mehr Infos für Beschäftigte gibt es unter der Bäcker-Hotline der NGG: www.ngg.net/baecker-hotline.

Bild: Backen lernen lohnt sich: Bäckerei-Azubis haben jetzt 50 Euro mehr im Portemonnaie. „Damit wird die Ausbildung am Backofen und Verkaufstresen in Bäckereien deutlich attraktiver“, so die Bäcker-Gewerkschaft NGG Schleswig-Holstein Nord. Foto: NGG | Tobias Seifert