Neumünster. Die SWN Glasfaser Beteiligungen GmbH & Co. KG hat sich zusätzliche Finanzierungsmittel für den weiteren eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau gesichert. Die Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen) stellt ein Kreditvolumen von bis zu 32 Millionen Euro bereit. Mit der Finanzierung schafft die Unternehmensgruppe die Grundlage, ab 2026 weitere FTTH-Projekte umzusetzen.

Die Finanzierung unterstreicht das Vertrauen in das Geschäftsmodell der SWN Glasfaser Beteiligungen. Es verbindet das langfristige Infrastrukturkapital des Investors Palladio Partners mit der operativen Kompetenz von SWN und ihrem Tochterunternehmen der NordConnect GmbH. So entsteht ein integrierter Ansatz, der Finanzierung, Betrieb und Vermarktung kommunaler Glasfasernetze miteinander verbindet. „Das Finanzierungskonzept SWN Glasfaser Beteiligungen hat uns von Beginn an überzeugt. Wir freuen uns daher, in der aktuellen Marktlage ein stabiles Geschäftsmodell begleiten zu dürfen, welches durch die Einbindung von Palladio Partners und SWN vorhandenes Finanzierungs- und Betriebs-Knowhow nutzt und den notwendigen Ausbau der digitalen Infrastruktur ermöglicht“, sagt Sabine Möller, Bereichsleiterin Asset Finance der Helaba.

Starke Partner für nachhaltige Infrastruktur 

Die SWN Glasfaser Beteiligungen wurde von den Stadtwerken Neumünster gemeinsam mit dem Infrastrukturinvestor Palladio Partners gegründet. Fabian Bühring, Geschäftsführer der SWN Glasfaser Beteiligungen, gestaltet gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitern von Palladio Partners die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Eines der strategischen Ziele ist es, das Plattformmodell von NordConnect auf weitere kommunale Glasfaserprojekte zu übertragen.

NordConnect verbindet Netzbetrieb und Vermarktung 

NordConnect setzt das Plattformmodell bereits erfolgreich in mehreren kommunalen Glasfaserprojekten ein. Als Telekommunikationsunternehmen von SWN bündelt das Unternehmen technische Betriebsführung, Open Access, Kundenmanagement und Vermarktung über mehrere Netzinfrastrukturen hinweg. Dadurch entstehen Skaleneffekte, die die Wirtschaftlichkeit stärken und kommunalen Infrastrukturpartnern einen effizienten Netzbetrieb ermöglichen. Die Leistungsfähigkeit des Modells hat NordConnect bereits in mehreren Projekten unter Beweis gestellt. So wurden unter anderem die Glasfasernetze in Molfsee, Glückstadt sowie in Teilen von Hamburg und Kiel in den operativen Betrieb übernommen und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen bilden die Grundlage für die Zusammenarbeit mit weiteren Stadtwerken und Netzgesellschaften. „Dass wir uns in diesem Marktumfeld zusätzliches Kapital sichern konnten, bestätigt unseren strategischen Ansatz“, sagt Fabian Bühring. „Der Erfolg von Glasfaserprojekten entscheidet sich heute nicht mehr allein beim Ausbau, sondern in einem wirtschaftlich tragfähigen Betrieb. Mit NordConnect haben wir dafür die richtigen Voraussetzungen geschaffen.“