Neumünster) Die 67. NordBau, die vom 7. bis 11. September 2022 auf dem Messege-lände der Holstenhallen Neumünster in Schleswig-Holstein stattfindet, richtet ihren Blick auf aktuelle Herausforderungen rund um Bau, Infrastruktur und Mobilität. Im Fokus steht die grüne Wasserstofftechnologie, die ein wichtiger Baustein beim Wandel unserer Energie-beschaffung sein wird.

H2 Wasserstofftechnologie / Energie-Infrastruktur im Bau - zum Anfassen
In der gesamten Halle 6 werden folgende Partner des Sonderthemas eine umfangreiche Informations- und Beratungsstelle für interessierte Besucher schaffen: Friedrich Vorwerk, iro Institut für Rohrleitungsbau Oldenburg, Jade Hochschule, EWE NETZ, WTSH Wirtschaftsförderung und Technologietransfer S-H GmbH zusammen mit dem Umweltministerium S-H und dem LEE Landesverband für Erneuerbare Energien S-H, Stadtwerke Heide zusammen mit der Raffinerie Heide, Hansewerk S-H sowie der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag. Besucher können sich hier grundlegend über die Möglichkeiten des Ausbaus und des Einsatzes von Wasserstofftechnologie und der dazugehörigen Energie-Infrastruktur informieren. Für wen bzw. welche Firmengröße ist die Nutzung von Wasserstoff sinnvoll? Welchen Vorlauf hat die Umstellung auf Wasserstofftechnologie? Welche Hürden sind zu nehmen und wer steht einem zur Seite? Experten beraten praxisnah zu Erzeugung, Lagerung, Transport sowie Verwendbarkeit von Wasserstoff für private und industrielle Nutzung und können dies auch an einem Modell vor Ort veranschaulichen. Gerade im Hinblick auf die notwendige Energiewende ist Wasserstoff eine Schlüsseltechnologie, die sukzessive alle Unternehmen nutzen können. Das bekräftigt auch Torben Kleinfeldt, CEO des niedersächsischen Unternehmens FRIEDRICH VORWERK SE & Co. KG: „Der Transport und die Speicherung von Wasserstoff in vorhandener Pipeline-Infrastruktur ist technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll. Unser Unternehmen wird sich deshalb immer stärker in der Wasserstofftechnologie engagieren. Denn zunächst geht es darum, sich um die Erzeugung erneuerbarer Energien zu kümmern, die zur Herstellung von Wasserstoff benötigt wird. Je schneller wir und andere Unternehmen dabei sind, desto kürzer wird der Zeitraum, bis Wirtschaftsunternehmen und dann auch private Haushalte Wasserstofftechnologie nutzen können. Die NordBau nutzen wir, um die Vorteile und noch bestehenden Herausforderungen dieses Energieträgers zu präsentieren und gemeinsam voranzugehen.“

Baumaschinen: umfangreiches Angebot
Auf dem Freigelände Nord der NordBau, angrenzend an Halle 6, wird auch in diesem Jahr wieder die Bandbreite der Baumaschinen für den Hoch- und Tiefbau gezeigt. Der fast aus-gebuchte Ausstellungsbereich zeigt jetzt schon, der Wunsch, das Geräteportfolio dem Fachpublikum zu präsentieren, ist groß. Die Aussteller setzen unterschiedliche Schwer-punkte: vom Straßenbau über Recycling bis zur Aufbereitungstechnik, von Anbauwerkzeugen für den Hochbau über Krantechnik bis zur Baustellenausstattung. Aber auch die Digitalisierung von Baustellen und die Motorenentwicklung sind Themen der Ausstellenden und deren Produkte.

E-Mobilität im Handwerk: wirtschaftlich, umweltfreundlich, zukunftsweisend Die Umstellung des Antriebs spiegelt sich verstärkt im Freigelände Süd: Immer mehr Handwerksbetriebe setzen bei Betriebs- und Dienstfahrzeugen auf E-Mobilität und somit auf eine zunehmend wirtschaftliche sowie umweltfreundliche und zukunftssichere Alternative zum herkömmlichen Fuhrpark mit Verbrennungsmotoren. Das Angebot der Hersteller in dem Segment wächst und das wird auf der NordBau gezeigt. Zudem präsentieren Aussteller die Möglichkeiten für die passende Infrastruktur auf dem Firmengelände. Dazu gehören die Aufstellung von Ladestationen, aber auch der Einsatz erneuerbarer Energien. So kann zum Beispiel der Ladestrom direkt aus der eigenen Photovoltaikanlage kommen und ein eigener Batteriespeicher die Betriebskosten optimieren. Zahlreiche Aussteller im Freigelände Süd stehen mit Rat und Tat und Produkten zur Verfügung.

Heiz- und Energietechnik: Verbraucher beraten und wappnen für Gesetzesänderung
Für Immobilienbesitzer und Handwerker bietet die NordBau in Halle 7 angrenzend ans Freigelände Süd einen Beratungspoint zu einem weiteren wichtigen Energiethema: Dem Energiewende- und Klimaschutzgesetz Schleswig-Holstein. Hierin enthalten ist eine Nutzungspflicht von erneuerbaren Energien in der Wärmeversorgung von Bestandsgebäuden. Das heißt konkret: Ab Juli 2022 müssen beim Austausch einer Heizungsanlage in Gebäuden, die älter als 2009 sind, mindestens 15 Prozent des jährlichen Energiebedarfs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Die Verbraucherzentrale S-H und Haus & Grund S-H sowie Aussteller der Heiz- und Energietechnik stehen auf der NordBau sowohl privaten Hauseigentümern als auch Vermietern von Wohnungen und Besitzern von Gewerbeimmobilien als Ansprechpartner zur Verfügung. Durch rechtzeitige Vorsorge und Planung soll so kostenintensiven Überraschungen bei ausfallenden Geräten vorgebeugt werden.

Foto: Holstenhallen Neumünster Messe NordBau SixConcept