Norderstedt. Neben dem „typischen“ Mathe- und Deutschunterricht wird auch die außerschulische Bildung in Bereichen wie nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz und Demokratieförderung zunehmend beliebter beziehungsweise relevanter. Dazu braucht es Einrichtungen, die diese Themen sowohl an Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene vermitteln können.   Aus diesem Grund haben verschiedene Akteure der außer schulischen Bildung jedes Jahr die Chance auf die Zertifizierung „nachhaltig und norddeutsch“ (kurz nun). Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung der Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, welche die Bildungsangebote mit den globalen UNESCO-Kriterien für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) abgleichen. So findet eine Qualitätssicherung von Vereinen, Stiftungen oder auch Freiberuflern statt, wobei das Siegel alle fünf Jahre neu geprüft und rezertifiziert werden muss.   

Diese Möglichkeit lässt sich der Verein „Eine Welt für Alle“/Weltladen Norderstedt nicht entgehen, sodass er dieses Jahr nun zum vierten Mal rezertifiziert worden und damit seit 2006 durchgehend dabei ist. Seit 20 Jahren ist er einer der wenigen, der als qualitätsgeprüfter außerschulischer Lernort gilt.  

Ob Kitas, Büchereien, Kirchen oder die typische (weiterführende) Schule, macht für den Weltladen keinen Unterschied. Insbesondere Themen wie fairer Handel aber auch Demokratie werden altersgerecht mit Hilfe von Kakao bis hin zur Schokolade veranschaulicht. Doch auch auf individuelle Interessen und Schwerpunkte kann und wird eingegangen.  

Mit Beginn des neuen Schuljahres steht der Weltladen als non-formaler Bildungsvermittler zur Verfügung, um Kinder und Jugendliche über soziale und ökologische Themen der Welt aufzuklären und die Welt ein Stück weit besser mitzugestalten. Denn auch Nelson Mandela schrieb schon „Bildung ist die mächtigste Waffe, die wir haben, um die Welt zu verändern.“

Foto © BNUR/Stefan Polte