Norderstedt. Die Fraktion WiN/FW zeigt sich überrascht und irritiert darüber, dass die etablierten Parteien trotz der inzwischen offenkundigen Verkehrsprobleme auf dem Glashütter Damm weiterhin am ursprünglichen Verkehrskonzept für das Baugebiet 7 Eichen festhalten. Aus Sicht von WiN/FW ist es nicht nachvollziehbar, dass eine Anbindung über den Glashütter Damm nicht noch einmal grundsätzlich überprüft wird. Hintergrund ist die erneute Ablehnung eines Prüfauftrags, mit dem eine alternative Erschließung des künftigen Wohngebiets untersucht werden sollte. Für WiN/FW ist die bisher vorgesehene Anbindung an den engen Glashütter Damm schon immer schwierig und im Laufe der Zeit noch problematischer geworden. Die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner und die verkehrliche Situation vor Ort sprechen aus Sicht der Fraktion dafür, die bisherige, viele Jahre alte Planung, neu zu bewer-ten. Zielkonflikte in der Stadtentwicklung sind dabei natürlich zu berücksichtigen. Es muss aber eine ergebnisoffene allseitig gut abgewogene Prüfung stattfinden, die die Bedürfnisse der in diesem Gebiet wohnenden Menschen berücksichtigt. „Wenn selbst heute eingeräumt wird, wie schwierig und konfliktträchtig die Erschlie-ßung ist, dann muss man auch bereit sein, frühere Entscheidungen noch einmal kri-tisch zu hinterfragen“, erklärt Gunnar Löwe von WiN/FW. Es gehe nicht darum, Planungen um ihrer selbst willen zu verzögern, sondern darum, ein tragfähiges und für die betroffenen Menschen vertretbares Verkehrskonzept zu finden.
Dass SPD, CDU und Grüne dennoch an dem ursprünglich beschlossenen Anschluss festhalten und eine erneute Prüfung ablehnen, ist für WiN/FW unverständlich. „Gerade weil sich im Grunde alle einig sind, dass der Anschluss über den Glashütter Damm sehr problematisch ist und die Probleme des bisherigen Konzepts immer deutlicher sichtbar werden, erwarten wir von den anderen Parteien mehr Offenheit für eine Neubewertung“ so Gunnar Löwe weiter. WiN/FW kündigt an, sich weiterhin für eine sachliche Prüfung sinnvoller Alternativen einzusetzen.
