Quickborn. Erneute Streckensperrung ab 26. Oktober: FDP Quickborn fordert zuverlässigen Ersatzverkehr und einen stabilen Bahnbetrieb. Die FDP Quickborn fordert die AKN auf, angesichts der bevorstehenden Streckensperrung zwischen Quickborn und Ulzburg Süd einen verlässlichen Schienenersatzverkehr sicherzustellen. Vom 26. Oktober bis zum 12. Dezember werden auf diesem Abschnitt erneut Busse statt Bahnen fahren. Nach den zahlreichen Beschwerden über den zurückliegenden Ersatzverkehr und den massiven Zugausfällen im vergangenen Winter ist für die Freien Demokraten klar: Die AKN muss spürbare Verbesserungen liefern. „Ein Winterchaos wie 2025/2026 mit insgesamt 1.758 Zugausfällen auf unserer Linie A1 darf sich nicht wiederholen. Die Fahrgäste haben bereits erhebliche Einschränkungen hinnehmen müssen. Wir erwarten, dass die AKN ihre Abläufe im Griff hat und einen Ersatzverkehr organisiert, auf den sich die Menschen verlassen können“, erklärt Jürgen Scharley, Vorsitzender der FDP-Fraktion Quickborn.
Während des Schienenersatzverkehrs von Mitte August bis zum 10. Oktober erreichten die FDP zahlreiche Beschwerden. Fahrgäste berichteten von stark verspäteten, ausgefallenen und überfüllten Bussen sowie Fahrten, bei denen von der vorgesehenen Strecke abgewichen worden sein soll.
„Wer morgens an der Haltestelle steht, muss sich darauf verlassen können, dass sein Bus kommt, die richtige Strecke fährt und ausreichend Platz bietet. Das sind grundlegende Anforderungen an einen funktionierenden Ersatzverkehr. Wenn Menschen zu spät zur Arbeit kommen oder ihre Anschlüsse verpassen, haben diese Versäumnisse ganz konkrete Folgen auf den Alltag“, so Scharley.
Bereits im Januar 2026 hatte die FDP-Fraktion wegen wiederholter Zugausfälle eine Stellungnahme der AKN im zuständigen Fachausschuss und konkrete Verbesserungen gefordert. Parallel stellte die FDP-Landtagsabgeordnete Annabell Krämer eine Kleine Anfrage. Die Antwort der Landesregierung dokumentierte für November 2025 bis Januar 2026 insgesamt 2.249 ausgefallene Zugfahrten auf den Linien A1, A2 und A3 – davon allein 1.758 auf der A1. Zahlreiche Zugleistungen wurden durch Busse ersetzt. Zugleich wurden Defizite bei der Fahrgastinformation bestätigt.
„Die Probleme sind bekannt, unsere Forderungen liegen seit Monaten auf dem Tisch. Die AKN muss jetzt zeigen, was sie daraus gelernt hat. Die nächste Sperrung ist lange geplant. Wir erwarten entsprechend eine belastbare Vorbereitung und ein konsequentes Eingreifen, sobald Probleme auftreten“, so Jürgen Scharley.
Die FDP verlangt ausreichend Busse und Personal, insbesondere im Berufs- und Schülerverkehr, realistische Fahrpläne sowie Fahrer, die mit den Strecken und Ersatzhaltestellen vertraut sind. Hinzu kommen klar ausgeschilderte Haltestellen, abgestimmte Anschlüsse und aktuelle und nicht – wie so oft in der Vergangenheit – widersprüchliche Informationen über Verspätungen und Ausfälle. Für Störungen müssen Reserven und klare Zuständigkeiten vorhanden sein.
„Die AKN steht gegenüber ihren Fahrgästen in der Verantwortung. Dazu gehört auch, die Leistungen beauftragter Busunternehmen zu kontrollieren und bei Mängeln umgehend nachzusteuern. Einen Ersatzfahrplan zu veröffentlichen, reicht nicht. Der Ersatzverkehr muss auf der Straße funktionieren“, betont Scharley.
Die Freien Demokraten unterstützen den Ausbau zur S-Bahn ausdrücklich. Eine bessere Anbindung an Hamburg ist für Quickborn von großer Bedeutung. Bis zur Inbetriebnahme müssen jedoch sowohl der Ersatzverkehr als auch der reguläre Zugbetrieb auf den befahrbaren Abschnitten zuverlässig gesichert sein.
„Die Menschen brauchen heute eine funktionierende Verbindung zur Arbeit, zur Schule und nach Hause. Die Aussicht auf die künftige S-Bahn entbindet die AKN nicht von ihrer Verantwortung für den laufenden Betrieb. Quickborns Pendler dürfen nicht erneut wie im Chaoswinter 2025/2026 die Leidtragenden unzureichender Organisation werden“, erklärt Scharley abschließend.
