Quickborn. Jahrelang wurden Bürgerinnen und Bürger sowie die Kommunalpolitik mit Ausflüchten vertröstet; jetzt liegt das Ergebnis einer aktuellen Verkehrszählung am AKN-Bahnhof Tanneneck vor und bestätigt schwarz auf weiß die Warnungen der FDP-Landtagsabgeordneten Annabell Krämer: Am gefährlichen Knotenpunkt Bahnstraße/Buchenweg besteht ein signifikanter und dringender Querungsbedarf für den Rad- und Fußverkehr. Auch die Landesregierung erkennt endlich an, dass Fußgänger und Radfahrer insbesondere in den Spitzenstunden Schwierigkeiten haben, die dreispurige Bahnstraße sicher zu überqueren. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung (Drucksache 20/4760) auf die jüngste Kleine Anfrage von Krämer hervor. Hierzu erklärt Landtagsabgeordnete Annabell Krämer: „Was wir seit Jahren betonen, ist nun amtlich: Es braucht dringend eine sichere Querungsmöglichkeit am Bahnhof Tanneneck! Dass die Landesregierung nun endlich einräumt, dass hier erheblicher Handlungsbedarf besteht, ist ein längst überfälliger Schritt.“ Die durchgeführte Verkehrszählung belegt das hohe Verkehrsaufkommen eindeutig: In den Spitzenzeiten passieren morgens und nachmittags weit über 600 Fahrzeuge pro Stunde den Knotenpunkt. Gleichzeitig überqueren dort täglich Dutzende Fußgänger und Radfahrende die mit drei Fahrstreifen sehr breite Bahnstraße.
Krämer kritisiert die andauernde Hinhaltetaktik der Behörden scharf: „Schüler, Pendler und Anwohner werden seit Jahren einem vermeidbaren Sicherheitsrisiko ausgesetzt. Nach mehr als einem Jahr ist der Kreis Segeberg endlich der Aufforderung seitens des Landes nachgekommen. Jetzt liegen die harten Fakten auf dem Tisch: Eine weitere Verzögerung bei der Anordnung und Umsetzung der notwendigen Maßnahmen, allen voran der bahnübergangsbezogenen Straßensignalanlage (BÜSTRA) beziehungsweise Querungshilfe, ist absolut inakzeptabel. Die Untätigkeit auf dem Rücken der Verkehrssicherheit muss sofort beendet werden. Ich fordere den Kreis Segeberg auf, die Prüfungen unverzüglich abzuschließen und die bauliche Sicherung des Knotenpunkts ohne jeden weiteren Verzug anzuordnen!“
Eine Zusammenfassung der Verkehrszählung mit Bearbeitungsstand vom 14. August wurde dem LBV.SH am 17. August 2026 übermittelt. Ein abschließendes Prüfergebnis des Kreises Segeberg liegt dem LBV.SH jedoch weiterhin nicht vor. Nach Angaben der Landesregierung befindet sich die zuständige untere Straßenverkehrsbehörde des Kreises Segeberg noch immer in der Auswertung und Prüfung möglicher verkehrsrechtlicher Maßnahmen.
