Quickborn. Seit 64 Jahren verbindet die Brücke an der Feldbehnstraße die beiden Ufer der Gronau. Tag für Tag führt sie Menschen über den kleinen Fluss. Damit das auch in Zukunft zuverlässig möglich bleibt, beschäftigt sich die Stadt Quickborn frühzeitig mit der Erhaltung des Bauwerks und nimmt dabei zugleich die weitere Entwicklung des Radverkehrs in den Blick.

Eine im Juni 2026 durchgeführte objektbezogene Schadensanalyse durch ein unabhängiges Ingenieurbüro hat ergeben, dass die inzwischen 64 Jahre alte Brücke altersbedingte Schäden aufweist. Betroffen sind unter anderem Betonflächen, Fugen und seitliche Mauerwerke.

Die gute Nachricht: Aktuell bestehen keine Bedenken gegen die Tragfähigkeit im Rahmen der bestehenden Nutzungsbeschränkung auf 3,5 Tonnen. 

Die Stadt Quickborn lässt ihre Brücken regelmäßig von Fachleuten überprüfen. Dabei werden insbesondere Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit bewertet. Ziel ist es, mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen, rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten und die Lebensdauer der Bauwerke möglichst lange zu erhalten.

Für die Instandsetzung der Brücke an der Feldbehnstraße werden derzeit Kosten von rund 100.000 Euro einschließlich Mehrwertsteuer und Ingenieurleistungen geschätzt. Vorgesehen wären unter anderem Arbeiten an den Betonbauteilen, Fugen und seitlichen Mauerwerken sowie die Erneuerung des Fahrbahnbelags. Ohne entsprechende Maßnahmen könnte sich die verbleibende Lebensdauer des Bauwerks deutlich verkürzen.

Eine Brücke, zwei Zukunftsperspektiven

Bei der Frage, wie es mit der Brücke weitergeht, betrachtet die Stadt Quickborn jedoch nicht allein den baulichen Zustand. Denn unmittelbar damit verbunden ist ein weiteres wichtiges Vorhaben: die Verbesserung der Geh- und Radwegeverbindung zwischen Quickborn-Heide und der Innenstadt.

Im Rahmen des städtischen Radverkehrskonzeptes ist vorgesehen, die Verbindung von der Mária-Telkes-Straße über den Bereich der Feldbehnstraße weiterzuentwickeln. Hierfür wird auch eine zusätzliche Brücke über die Gronau benötigt.

Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Ist es langfristig sinnvoller, die vorhandene Straßenbrücke zu sanieren und daneben eine eigenständige Geh- und Radwegbrücke zu errichten? Oder wäre eine neue, gemeinsame Brücke für Autos, Fahrräder sowie Fußgängerinnen und Fußgänger die wirtschaftlichere und zukunftsfähigere Lösung?

Verwaltung bereitet Entscheidungsgrundlage für die Politik vor

Im nächsten Schritt wird die Stadtverwaltung die Kosten der verschiedenen Varianten gegenüberstellen und die fachlichen Grundlagen für eine politische Entscheidung erarbeiten. Die dafür erforderlichen Untersuchungen werden im Rahmen der weiteren Arbeitsplanung des Fachbereichs berücksichtigt. Ein konkreter Zeitplan steht derzeit noch nicht fest.

Die Ergebnisse werden anschließend den zuständigen politischen Gremien vorgelegt. Auf dieser Grundlage entscheiden die politischen Vertreterinnen und Vertreter über das weitere Vorgehen.

Ziel der Stadt Quickborn ist es, die bestehende Infrastruktur verantwortungsvoll zu erhalten und zugleich langfristige Verbesserungen mitzudenken. Die Brücke an der Feldbehnstraße bietet dafür die Gelegenheit, notwendige Erhaltungsmaßnahmen mit einer zukunftsorientierten Verkehrsplanung zu verbinden.

 

Foto: Die 64 Jahre alte Brücke an der Feldbehnstraße führt über die Gronau. Die Stadt Quickborn prüft derzeit, ob eine Sanierung oder ein Neubau unter Berücksichtigung des künftigen Radverkehrs langfristig sinnvoller ist.