Bad Segeberg. Bürgermeister Toni Köppen bewirbt sich bei der Bürgermeisterwahl am 1. November 2026 um eine zweite Amtszeit. Nachdem sowohl die CDU als auch die BBS – Freie Wählergemeinschaft in ihren jeweiligen Versammlungen einstimmig beschlossen haben, die erneute Kandidatur des parteilosen Amtsinhabers zu unterstützen, reicht Köppen nun die erforderlichen Wahlunterlagen im Rathaus ein.
Für Köppen ist die Unterstützung der beiden politischen Gruppierungen ein starkes Signal und zugleich Verpflichtung für die kommenden Wochen.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen von CDU und BBS. Dass sich zwei unterschiedliche politische Gruppierungen jeweils einstimmig für meine erneute Kandidatur ausgesprochen haben, ist für mich alles andere als selbstverständlich“, erklärt Köppen. „Ich bin und bleibe parteilos. Das war mir in den vergangenen fünf Jahren wichtig und das wird auch so bleiben. Ich möchte Bürgermeister für alle Bad Segebergerinnen und Bad Segeberger sein.“
Viel bewegt – aber noch nicht fertig
Köppen hatte das Amt des Bürgermeisters 2021 mit dem Anspruch übernommen, Bad Segeberg gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft weiterzuentwickeln und auch festgefahrene Projekte wieder in Bewegung zu bringen.
Die vergangenen fünf Jahre seien dabei von Entwicklungen geprägt gewesen, die zu Beginn seiner Amtszeit kaum absehbar waren. Die Folgen der Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, Energiekrise und Inflation, steigende Baukosten, Fachkräftemangel und zunehmend schwierige kommunale Finanzen hätten auch Bad Segeberg vor neue Herausforderungen gestellt.
Trotzdem sei es gelungen, wichtige Projekte umzusetzen und an vielen Stellen entscheidende Weichen zu stellen. „Wenn ich heute auf die vergangenen fünf Jahre zurückblicke, bin ich stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben“, sagt Köppen. „Der Weiterbau der A20 hat nach jahrelangem Stillstand begonnen, unser Hallenbad ist wieder geöffnet, neuer Wohnraum ist entstanden und wir haben in Schulen, Jugend, Feuerwehr und Infrastruktur investiert. Gleichzeitig haben wir begonnen, unsere Stadtverwaltung grundlegend zu modernisieren und zu digitalisieren.“
Dabei gehe es Köppen ausdrücklich nicht darum, eine ausschließlich positive Bilanz zu zeichnen. „Nicht alles ist gelungen. Manche Dinge haben länger gedauert, als ich es mir gewünscht hätte. Manche Idee mussten wir verändern oder auch verwerfen. Und bei einigen großen Aufgaben haben wir gerade erst die Grundlagen geschaffen. Auch das gehört für mich zu einer ehrlichen Bilanz.“ Erfahrung nutzen und den begonnenen Weg fortsetzen Gerade deshalb versteht Köppen seine erneute Bewerbung nicht als Abschluss der vergangenen fünf Jahre, sondern als Fortsetzung des 2021 begonnenen Weges.
„Wir haben damals einen Aufbruch begonnen und vieles davon ist heute sichtbar. Aber wir sind noch nicht fertig. Ich möchte diesen Weg konsequent weitergehen – mit der Erfahrung aus fünf Jahren im Amt, mit neuen Ideen und mit einem klaren Blick nach vorn.“
Für die kommenden sechs Jahre sieht Köppen mehrere zentrale Aufgaben. Mit dem begonnenen Bau der A20 müssten die damit verbundenen Chancen für Stadtentwicklung, Verkehr und wirtschaftliche Entwicklung genutzt werden. Gleichzeitig brauche Bad Segeberg weiterhin bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum, gute Schulen und Betreuungsangebote, eine lebendige Innenstadt sowie einen starken Wirtschafts- und Gesundheitsstandort.
Auch die weitere Modernisierung der Verwaltung, Klimaanpassung sowie Sicherheit und Krisenvorsorge würden in den kommenden Jahren eine größere Rolle spielen.
Dabei weist Köppen auch auf die schwieriger werdenden finanziellen Rahmenbedingungen der Kommunen hin. „Wir werden in den nächsten Jahren nicht alles gleichzeitig machen können. Umso wichtiger werden klare Prioritäten, eine leistungsfähige Verwaltung, eine gute Zusammenarbeit mit der Politik und die Bereitschaft sein, Entscheidungen auch tatsächlich zu treffen.“
„Dieses Amt ist für mich etwas Besonderes“
Die erneute Kandidatur sei für Köppen auch eine sehr persönliche Entscheidung. Die vergangenen fünf Jahre hätten ihm noch einmal deutlich gemacht, welche Verantwortung mit dem Bürgermeisteramt verbunden sei. „Ich habe dieses Amt mit viel Herzblut und Leidenschaft ausgeübt, aber immer auch mit großem Respekt und Demut vor der Verantwortung, die damit verbunden ist“, sagt Köppen. „Bürgermeister zu sein bedeutet für mich, zuzuhören, ansprechbar zu sein, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen und am Ende auch Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen – gerade dann, wenn es schwierig wird.“
Diese Verantwortung wolle er auch in den kommenden sechs Jahren übernehmen. „Ich habe nach fünf Jahren noch genauso viel Freude daran, für Bad Segeberg zu arbeiten, und noch viele Ideen für unsere Stadt. Deshalb bewerbe ich mich erneut um das Vertrauen der Bad Segebergerinnen und Bad Segeberger.“ Seine Bilanz der vergangenen fünf Jahre und seine Vorstellungen für die weitere Entwicklung der Stadt will Köppen in den kommenden Wochen schrittweise öffentlich vorstellen. Im Mittelpunkt sollen dabei auch persönliche Gespräche und der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern stehen. „Wir haben viel bewegt. Und wir haben noch viel vor. Für Bad Segeberg. Mit Herz und Verstand.“
