(Neumünster) Was braucht die Baustelle der Zukunft? Mehr Leistung, weniger Energieverbrauch – oder vor allem neue Ideen? Wie gelingt die Wärmewende im Gebäudebestand? Woher kom-men die Fachkräfte von morgen? Und wie lassen sich die großen Infrastrukturprojekte Deutsch-lands tatsächlich umsetzen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es vom 9. bis 13. September 2026 auf der 71. NordBau in den Holstenhallen Neumünster. Gemeinsam mit der begleitenden CONBAU Nord wird die Messe erneut zum Treffpunkt für Bauwirtschaft, Politik, Verwaltung, Planung, Handwerk und alle, die sich für das Bauen interessieren. Dabei gibt es auf dem Messegelände nicht nur viel zu sehen, sondern vor allem viel zu entdecken, auszuprobieren und zu diskutieren: Von tonnen-schweren Baumaschinen und Nutzfahrzeugen bis zu Lösungen für das eigene Zuhause, von Holzbau und Energietechnik bis zu Infrastruktur, Nachhaltigkeit und den Jobs der Zukunft.
Wenn Batterien zur Energiequelle der Baustelle werden Den Auftakt macht am Mittwoch die offizielle Eröffnung durch Schleswig-Holsteins Ministerpräsi-dent Daniel Günther. Direkt danach geht es um ein Thema, das längst für weit mehr relevant ist als für Elektroautos: Batterietechnologie. Dr. Stefan Wolf, Geschäftsführer Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterien e.V., widmet sich dem Aspekt „Die elektrifizierte Bau- und Gebäudewelt: Batterien als Rückgrat für Baustelle, Gebäude- und Energie-Infrastruktur“. Damit steht gleich zu Beginn eine Frage im Mittelpunkt, die die Branche in den kommenden Jahren maßgeblich be-schäftigen wird: Wie verändert die moderne Elektrifizierung das Bauen?
Große Maschinen ganz aus der Nähe Wer wissen möchte, wie die Baustelle heute und morgen aussieht, kommt auf dem Freigelände auf seine Kosten. Hersteller präsentieren dort ihre Neuheiten – von großen Baugeräten und Bau-maschinen über Kommunaltechnik und Kleingeräte bis hin zu Nutzfahrzeugen. Hier darf nicht nur geschaut werden: Im direkten Austausch mit den Herstellern können Besucher technische Details erfahren und die maschinellen Leistungsträger der Baustelle aus nächster Nähe erleben. Beein-druckend ist dabei die wachsende Digitalisierung der Geräte und die damit einhergehende Effizi-enz von Maschinen und Baustellen. Gerade mit Blick auf die anstehenden Infrastrukturmaßnah-men bekommt die Frage nach leistungs- und zukunftsfähiger Technik zusätzliches Gewicht. Aber auch fürs ganz Große wird präzises Werkzeug benötigt. Hier überzeugt das umfangreiche Ange-bot in den Hallen mit neuen Entwicklungen und bewährtem Arbeitsgerät.
Deutschlands Großprojekte auf dem Prüfstand Denn beim Thema Infrastruktur wird es auf der NordBau konkret. Unter dem Motto „Großprojekte im Realitätscheck“ bringt der VDBUM e.V. Bauwirtschaft, Politik und Verwaltung miteinander ins Gespräch. Drei aktuelle Projektfelder stehen dabei besonders im Fokus: Bahnbau: „Zwischen Hochleistungskorridoren, Flickschusterei und Planungssicherheit“; Bundeswehr: „Wenig Zeit – viele freie Haushaltsmittel“; Autobahn- und Straßenbau: „Bundesfernstraßen und Brücken – Wett-bewerbsnachteile für unsere Wirtschaftsstandorte“. Es geht damit um mehr als Technik: um Tempo, Planungssicherheit, Investitionen und die Frage, wie Deutschland seine Infrastruktur tat-sächlich fit für die Zukunft machen kann.
1.000 Schüler treffen auf die Bauwirtschaft Zukunft bedeutet auf der NordBau aber nicht nur Maschinen und Infrastruktur. Wer baut morgen eigentlich Deutschland? Eine Antwort: Der Nachwuchs. Über das Institut für Talententwicklung kommen mehr als 1.000 angehende Schulabsolventen zur Messe. In organisierten Gesprächen treffen sie auf Unternehmen und können ganz konkret herausfinden, welche beruflichen Möglichkeiten die Bauwirtschaft bietet. Auch für Wechselinteressierte lohnt sich der Blick: Große Bauun-ternehmen präsentieren sich als potenzielle Arbeitgeber. Denn ob auf der Straße, auf dem Dach, auf der Baustelle oder im Büro – die Branche bietet ein breites Spektrum an Berufsfeldern.
Holz kann mehr: Neue Holzbauhalle feiert Premiere – und eine Preisverleihung Eine Premiere erwartet die Besucher in diesem Jahr mit der neuen Holzbauhalle, die die NordBau gemeinsam mit dem Holzbauzentrum Nord (HBZ*) konzipiert hat. Unter dem Motto „Holz*Hand-werk*Zukunft* dreht sich hier alles um einen Werkstoff, der beim Bauen zunehmend neue Mög-lichkeiten eröffnet. Die Halle richtet sich unter anderem an Fachleute aus Holzbau, Ingenieurwe-sen, Architektur und Wohnungswirtschaft sowie an Investoren. Im Mittelpunkt stehen moderne Techniken, leistungsfähige Anbieter und vor allem die Frage: Welche Chancen bietet Holz, wenn bestehende Gebäude aufgestockt, erweitert oder ausgebaut werden sollen? So kann Holzbau zum Beispiel durch Vorfertigung mit Effizienz und Nachhaltigkeit punkten.
Sanieren? Erst einmal fragen – kostenlos und ohne Termin Auch private Bau- und Modernisierungsvorhaben kommen auf der NordBau nicht zu kurz. Am Gemeinschaftsstand der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und Haus & Grund Schleswig-Holstein können sich Besucher kostenlos und ohne Termin zu Fragen rund um die energetische Sanierung beraten lassen. Experten geben praktische Empfehlungen und informieren über ge-setzliche Vorgaben und Fördermöglichkeiten – unter anderem zum Gebäudemodernisierungsge-setz (GModG). Ergänzend gibt es öffentliche Kurzvorträge. Und wer danach direkt wissen möchte, welche Technik für das eigene Gebäude infrage kommt, findet in der komplett ausge-buchten Halle Hersteller und Dienstleister rund um Heizung, Wärmepumpe und Solartechnik.
Fünf Tage Wissen, Diskussion und direkte Gespräche „Hier redet man miteinander“ lautet das Motto der NordBau – und das ist Programm. Seminare, Kongresse und Dialogformate bringen Fachleute und Interessierte miteinander ins Gespräch. Über 50 Veranstaltungen stehen auf dem Programm, darunter das Forum Kreislaufwirtschaft Bau, der Brandschutz- und Sicherheitstag, die Norddeutschen Kanalsanierungstage, der Massiv-bau-Tag, der Tag der Bauministerin, der Holzbautag, die Tagung Nachhaltiger Klimaschutz und Klimaanpassungen im Sport sowie das Seminar Zukunft Bauen Beton. Die Themen sind so viel-fältig wie die Branche selbst. Im Mittelpunkt steht dabei immer der direkte Wissenstransfer – und die Möglichkeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die die Entwicklungen tatsächlich gestalten.
CONBAU Nord: Wie sieht der Wohnungsbau der Zukunft aus? Zum dritten Mal ergänzt der Baukongress CONBAU Nord das Messegeschehen. Am 9. und 10. September treffen sich im Holstenhallen Congress Center Schleswig-Holstein Experten aus Bau, Architektur und Energie. Unter dem Titel „Wohnungsbau in der Transformation – Wärmewende, Demografie und Standards“ geht es um die großen Veränderungen, vor denen die Branche steht. Nationale und internationale Speaker geben Einblicke in technologische und rechtliche Entwick-lungen und zeigen anhand von Best Practices und Praxisbeispielen, welche Lösungen bereits funktionieren. Damit wird die CONBAU Nord zum Ort für alle, die nicht nur wissen wollen, was sich im Bauen verändert, sondern wie sich diese Veränderungen konkret umsetzen lassen.
71. NordBau: 9.–13. September 2026, täglich 9–17 Uhr, Messegelände Holstenhallen Neumünster
