Kaltenkirchen. Wie junge Menschen ihre Stadt positiv mitgestalten können, zeigte kürzlich ein Graffiti-Workshop des Jugendbüros der Stadt Kaltenkirchen. Gemeinsam mit dem Urban-Art-Künstler Nils Freye gestalteten Schülerinnen und Schüler eine rund 40 Meter lange Wand zwischen Hamburger Straße und Marsweg neu und verwandelten sie in ein farbenfrohes Kunstwerk mit einer klaren Botschaft: Liebe, Frieden und Zusammenhalt.
Das Projekt knüpft an ein früheres Vorhaben an. Die Wand war bereits von Jugendlichen gestaltet worden, wurde jedoch kurz darauf mutwillig beschädigt und unter anderem mit radikalen Parolen beschmiert. Die Stadt Kaltenkirchen reagierte darauf, indem die Fläche überarbeitet und mit einer Schutzschicht versehen wurde, um die neue Gestaltung langfristig zu erhalten.
„Wir tolerieren weder rechte Hetze noch Vandalismus oder andere Formen von Extremismus. Die Zerstörung des ursprünglichen Kunstwerks war ein Angriff auf die kreative Arbeit engagierter junger Menschen. Umso stärker ist das Zeichen, das die Jugendlichen nun mit ihrem neuen Kunstwerk setzen: für Frieden, Respekt und Zusammenhalt. Darauf können sie stolz sein – und die Stadt Kaltenkirchen steht geschlossen hinter ihnen", sagt Bürgermeister Stefan Bohlen.
Im Rahmen des Workshops entwickelten die Jugendlichen gemeinsam kreative Motive und setzten diese unter fachkundiger Anleitung um. Entstanden ist ein Gemeinschaftswerk, das die Ideen, Wünsche und Werte der jungen Künstlerinnen und Künstler sichtbar macht.
„Kunst im öffentlichen Raum bietet Raum für Dialog, Reflexion und Empathie. Hier können Jugendliche Verantwortung übernehmen und ihrer Stimme Gewicht verleihen", betont Denise Funke vom Jugendbüro der Stadt Kaltenkirchen.
Mit dem Projekt wurde nicht nur ein sichtbares Zeichen gegen Vandalismus gesetzt, sondern auch ein Ort geschaffen, an dem junge Menschen ihre Kreativität entfalten und positive Botschaften in den öffentlichen Raum tragen können. Die zentrale Aussage des Kunstwerks bringt dies auf den Punkt: „All you need is love and peace."
Ein besonderer Dank gilt dem Gymnasium Kaltenkirchen, der Leibniz Privatschule sowie der Produktionsschule des Regenbogen e. V., die das Projekt unterstützt haben.
