Kaltenkirchen. Mit seiner konstituierenden Sitzung am 17. August 2026 im Bürgerhaus hat das Bündnis der Partnerschaft für Demokratie in Kaltenkirchen seine Arbeit aufgenommen. Damit ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau der Partnerschaft in ihrem ersten Förderjahr getan. Zwölf Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Bildung, Jugendarbeit, kommunalen Beiräten und der Stadtverwaltung engagieren sich künftig gemeinsam im Bündnis.

Das Bündnis ist ein zentrales Gremium der Partnerschaft für Demokratie. Es bringt unterschiedliche Erfahrungen, Fachkenntnisse und Perspektiven aus der Stadtgesellschaft zusammen und entscheidet über die Förderung eingereichter Projektanträge. Damit gestaltet es aktiv mit, welche Ideen und Vorhaben zur Stärkung der Demokratie in Kaltenkirchen unterstützt werden.

Dass die Arbeit unmittelbar beginnt, zeigte sich bereits während der ersten Sitzung: Das Bündnis bewilligte einen ersten Projektantrag der Stadtbücherei für den Workshop „Desinformation wirkungsvoll bekämpfen“, der am 02. November 2026 stattfindet wird. Das Angebot für eine 8. Klasse der Gemeinschaftsschule am Marschweg verfolgt das Ziel, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Sie sollen befähigt werden, Fake-News sowie Desinformation und Misinformation zu erkennen, Informationen kritisch zu hinterfragen und zu bewerten sowie irreführende Inhalte nicht unreflektiert weiterzuverbreiten.

Zur konstituierenden Sitzung waren Vereine, Verbände und Organisationen der Zivilgesellschaft, die kommunalen Beiräte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung eingeladen. Vorgestellt wurden die Partnerschaft für Demokratie, ihre Ziele und Aufgaben sowie die Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen oder eigene Projekte umzusetzen. Im Mittelpunkt stand außerdem die Frage, welche Themen die Demokratiearbeit in Kaltenkirchen künftig prägen sollen.

Mitmachen und Projektideen einbringen

Die Partnerschaft für Demokratie bleibt offen für weitere Vereine, Initiativen und Organisationen, die sich im Bündnis engagieren oder eigene Projektideen verwirklichen möchten. Gefördert werden können beispielsweise Workshops, Beteiligungsprojekte für Kinder und Jugendliche, Dialog- und Begegnungsformate sowie Kultur- und Kreativprojekte, wie Ausstellungen, Theaterprojekte oder Musikworkshops, die Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Voraussetzung ist, dass die Vorhaben einen Beitrag zu den Zielen der Partnerschaft für Demokratie leisten. Die geförderten Veranstaltungen und Maßnahmen müssen innerhalb des jeweiligen Förderjahres durchgeführt und abgeschlossen werden.

Informationen zu den Fördermöglichkeiten, den Antragsunterlagen und den Fördervoraussetzungen erhalten Interessierte bei der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie unter demokratie-leben@vhskaltenkirchen.de. Sie unterstützt außerdem bei der Entwicklung von Projektideen und der Antragstellung.

Ausblick

Die nächste Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch bietet die Demokratiekonferenz am 13. November 2026 ab 17 Uhr in der VHS Kaltenkirchen. Sie bietet Raum für den Austausch über aktuelle Herausforderungen, neue Ideen und gemeinsames Engagement für Demokratie und ein gutes Miteinander in Kaltenkirchen. Eingeladen sind alle Interessierten. Weitere Informationen zum Programm folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Über die Partnerschaft für Demokratie

Die Partnerschaft für Demokratie Stadt Kaltenkirchen ist Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und startet 2026 in ihr erstes Förderjahr. Sie wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. Ziel der Partnerschaft ist es, demokratisches Engagement, Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe vor Ort zu stärken sowie Extremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegenzuwirken. Die Förderperiode läuft bis 2032. Trägerin der Partnerschaft ist die Stadt Kaltenkirchen. Im Rahmen der Partnerschaft arbeiten Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft eng zusammen. Die Stadtverwaltung übernimmt die kommunale Verantwortung, koordiniert die Umsetzung vor Ort und ist für die administrative Abwicklung der Fördermittel zuständig. Das Bündnis für Demokratie begleitet die strategische Ausrichtung der Partnerschaft und entscheidet über die Förderung eingereichter Projekte. Vereine, Initiativen und Organisationen können eigene Projektideen einbringen und Förderanträge stellen. Die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie bei der VHS Kaltenkirchen-Südholstein berät zu den Fördermöglichkeiten, unterstützt bei der Entwicklung von Projektideen und begleitet Interessierte von der Idee bis zur Antragstellung. Bei Fragen melden Sie sich gerne jederzeit! Wir freuen uns über eine redaktionelle Berücksichtigung!