Norderstedt. Die Fraktionsgemeinschaft Wir in Norderstedt / Freie Wähler (WiN/FW) sieht sich in ihrer langjährigen Kritik an der geplanten Verkehrsführung für das Wohnungsbauprojekt 7-Eichen bestätigt: Eine Anbindung über den Glashütter Damm ist aus Sicht von WiN/FW nicht der richtige Weg – und wie sich nun zeigt, offenbar auch nicht alternativlos. Fraktionsvorsitzender Reimer Rathje: "Die Fraktionsgemeinschaft WiN/FW sieht diese verkehrliche Anbindung kritisch und hat dazu einige Anträge in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr eingebracht. Zuletzt wurde in der Sitzung am 16.04.2026 ein Änderungsantrag für den Aufstellungsbeschluss des B-Plans 363, „7-Eichen - Glashütter Damm Ost“ eingebracht, eine Verkehrsführung zur Schleswig-Holstein-Straße beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) zu beantragen und als Zielvorgabe in die Planung aufzunehmen. Alle diesbezüglichen Anträge, auch zum B-Plan 353, „7-Eichen - Glashütter Damm zentral“, wurden stets von allen Parteien abgelehnt. Die Verwaltung gab immer wieder die Information ein Antrag sei sinnlos, der LBV.SH hätte sich ablehnend geäußert, oder sei mangels Formularen gar nicht möglich.
WiN/FW konnte dieses Ergebnis im Interesse der in dem Gebiet wohnenden Menschen nicht akzeptieren und schrieb an Claus Ruhe Madsen, den Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein. In dem Schreiben wurde der fachvorgesetzte Minister gefragt, ob die ablehnende Haltung des LBV.SH nicht unter dem Aspekt der Schaffung von Wohnraum und der erforderlichen verkehrlichen Anbindung noch einmal überdacht werden könne.
Nun die Überraschung im Antwortschreiben des Ministeriums. Eine konkrete Planung oder eine formelle Anfrage der Stadt Norderstedt sei beim LBV.SH bisher nicht vorgelegt worden. Eine Ablehnung sei dann auch keinesfalls endgültig, denn es gäbe durchaus Möglichkeiten, die gut begründet und geplant sein müssen. Abweichungen vom planungsrechtlichen Grundsatz des vorrangigen Anschlusses über das nachgeordnete Straßennetz seien möglich. Jetzt ist die Politik gefordert, der Verwaltung einen entsprechenden Auftrag für die Planung und formelle Antragstellung beim LBV.SH zu erteilen. WiN/FW wird einen entsprechenden Antrag in den Ausschuss einbringen. Es gibt also durchaus noch Hoffnung für eine verkehrliche Anbindung von 7-Eichen - ohne den Glashütter Damm weiter zu belasten."
