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Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Erbrecht einfach erklärt: Wer erbt was ohne Testament?

Viele Menschen beschäftigen sich erst mit dem Erbrecht, wenn ein Todesfall in der Familie eintritt. In dieser Situation stellt sich häufig eine zentrale Frage: Wer erbt eigentlich, wenn kein Testament vorhanden ist? In Deutschland tritt in diesem Fall automatisch die sogenannte gesetzliche Erbfolge in Kraft. Sie regelt, welche Angehörigen erben und wie der Nachlass aufgeteilt wird. Für viele Hinterbliebene ist diese Regelung zunächst schwer verständlich, weil sie von verschiedenen Faktoren wie Familienstand, Kindern oder weiteren Verwandten abhängt. Dieser Beitrag erklärt verständlich, wie die gesetzliche Erbfolge funktioniert und wer ohne Testament Anspruch auf ein Erbe hat. Was passiert, wenn kein Testament existiert? Liegt kein Testament oder Erbvertrag vor, bestimmt das Gesetz, wer Erbe wird. Grundlage dafür sind die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Der Gesetzgeber geht dabei davon aus, dass Vermögen in erster Linie innerhalb d
06.03.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Untersuchungshaft – wann kommt man ins Gefängnis, obwohl noch kein Urteil vorliegt?

Bad Segeberg. Für viele Menschen ist es ein Schock: Die Polizei steht vor der Tür, es kommt zur Festnahme – und plötzlich befindet sich der Betroffene in Untersuchungshaft. Dabei gilt doch eigentlich die Unschuldsvermutung. Wie passt das zusammen? Tatsächlich ist Untersuchungshaft keine Strafe. Sie dient nicht dazu, jemanden „vorab“ zu bestrafen, sondern soll ein Strafverfahren sichern. Dennoch bedeutet sie für die Betroffenen einen massiven Einschnitt – beruflich, familiär und psychisch. Was ist Untersuchungshaft überhaupt? Untersuchungshaft (kurz: U-Haft) ist eine vorläufige Freiheitsentziehung während eines laufenden Ermittlungs- oder Strafverfahrens. Sie wird nicht automatisch angeordnet, sondern nur unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen und durch richterlichen Beschluss. Entscheidend sind zwei Voraussetzungen: Zum einen muss ein dringender Tatverdacht bestehen. Das bedeutet, dass nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen eine hohe Wah
27.02.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Wer erbt ohne Testament? – Die gesetzliche Erbfolge verständlich erklärt

12.02.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Achtung Kontrolle! Ermittlungsverfahren verstehen – vom Anfangsverdacht bis zur Einstellung

Viele Betroffene erfahren zum ersten Mal von einem Ermittlungsverfahren, wenn ein Schreiben der Polizei oder Staatsanwaltschaft im Briefkasten liegt. Begriffe wie Anfangsverdacht, Beschuldigter oder Einstellung wirken auf den ersten Blick technisch – haben aber ganz konkrete rechtliche Bedeutung. Wer weiß, wie ein Ermittlungsverfahren abläuft, kann Risiken besser einschätzen und Fehlentscheidungen vermeiden. Was ist ein Ermittlungsverfahren überhaupt? Ein Ermittlungsverfahren ist die erste Phase des Strafverfahrens. Es beginnt, sobald Polizei oder Staatsanwaltschaft Kenntnis von Umständen erlangen, die auf eine Straftat hindeuten könnten. Entscheidend ist dabei nicht, ob der Verdacht später bestätigt wird, sondern allein, dass ein sogenannter Anfangsverdacht besteht. Dieser kann sich aus einer Anzeige, einer eigenen Wahrnehmung der Behörden oder auch aus anonymen Hinweisen ergeben. Bereits zu
05.02.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Vorladung von Polizei erhalten – was jetzt wirklich gilt

26.01.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Erziehungsregister im Jugendstrafrecht: Was ist das?

Bad Segeberg. Das Erziehungsregister ist ein eigenes Register innerhalb des Bundeszentralregistersystems, das ausschließlich jugendstrafrechtliche Entscheidungen erfasst. Es dient dazu, Maßnahmen zu dokumentieren, die gegen Jugendliche oder Heranwachsende verhängt wurden, ohne sie wie eine strafrechtliche Verurteilung zu behandeln. Der Grundgedanke dahinter ist der erzieherische Ansatz des Jugendstrafrechts, der darauf abzielt, junge Menschen zu unterstützen, die sich noch in einer sensiblen Entwicklungsphase befinden — und die deswegen oft andere Reaktionen benötigen als erwachsene Straftäter. Wann kommt es zu Eintragungen ins Erziehungsregister? Ein Eintrag erfolgt immer dann, wenn jugendstrafrechtliche Maßnahmen ausgesprochen werden, die nicht in das klassische Strafregister gehören. Dazu zählen insbesondere: Erziehungsmaßregeln, also Weisungen oder unterstützende Maßnahmen, die den Jugendlichen bei der Bewältigung seiner Lebenssituation be
15.12.2025
Kreis Segeberg

Mehr Präsenz, mehr Gerechtigkeit: Segeberger Linke wählt neuen Vorstand

Kreis Segeberg. Am vergangenen Sonntag traf sich die Segeberg Linke zu einer Kreismitgliederversammlung, um einen neuen Kreisvorstand zu wählen. Mit der Neuwahl des Vorstandes hat sich Die Linke im Kreis Segeberg für frischen Schwung und zugleich Kontinuität entschieden – ein scheinbarer Widerspruch, der durch die Mischung aus erfahrenen und neuen Mitgliedern im Vorstand aufgelöst werden soll. Neue Kreissprecherin ist die 18-jährige Norderstedterin Tua Mehmed. Sie überzeugte die Mitglieder mit ihren Schwerpunktthemen Jugend- und Bildungspolitik sowie einer klaren feministischen Ausrichtung. Mehmed gehört erstmals dem Kreisvorstand an. Bereits zuvor als Beisitzer im Vorstand aktiv war der neue Kreissprecher Dominik Groß (30) aus Lentföhrden, der der Partei künftig mehr Präsenz im öffentlichen Raum und mehr Aktivität im gesamten Kreisgebiet verleihen möchte. Ergänzt wird der Vorstand durch den alten und neuen Kreisschatzmeister Finn Luca Frey (24, Norderstedt), d
14.11.2025
Senioren-Union Kreisverband Segeberg

"Höchstwahlalter" Schlag ins Gesicht der älteren Generation

Bad Segeberg. Mit scharfer Kritik reagiert die Senioren-Union Segeberg auf die jüngsten Aussagen des Ökonomen Prof. Marcel Fratzscher, der in einem Podcast die Einführung eines „Höchstwahlalters“ von 70 Jahren ins Spiel brachte. Fratzscher hatte erklärt, wenn junge Menschen in den ersten 18 Jahren ihres Lebens nicht wählen dürften, sollten Ältere in den letzten 18 Jahren ebenfalls auf ihr Wahlrecht verzichten. „Das ist ein unfassbar undemokratischer und diskriminierender Vorschlag“, erklärt die Kreisvorsitzende Ursula Michalak. „Wer älteren Menschen das Wahlrecht absprechen will, greift direkt den Kern unserer Demokratie an – und das mit einer Arroganz, die fassungslos macht. Wer so über Millionen Bürgerinnen und Bürger spricht, die dieses Land aufgebaut haben, zeigt ein erschreckendes Maß an Respektlosigkeit.“ Fratzschers wiederholte Behauptung, ältere Generationen bremsten Reformen und belasteten die Jüngeren, sei nicht nur falsch, so
13.10.2025